Teletakt Hunde – zentrale Fakten und Alternativen
- Elektrohalsband
- Verursacht elektrischen Reiz
- Mit Fernbedienung
- Kann Schmerzen auslösen
- Gesetzlich verboten
- Elektroreizgeräte erzeugen auf Knopfdruck einen Stromimpuls, der Hunden körperlich und emotional stark schaden kann.
- Die Verwendung von Teletaktgeräten für Hunde ist in Deutschland verboten. Gleiches gilt für Österreich und die Schweiz.
- Ein Verstoß gegen das Verbot gemäß Tierschutzgesetz kann eine Geldbuße von bis zu 25.000 Euro nach sich ziehen.
Teletakte für Hunde – Alternativen im Test & Vergleich 2024
Schleppleine von Toozey
- 3 bis 20 Meter
- Mehrere Farben
- Wasserdicht und flexibel
- 360 Grad Drehclip
- Pflegeleicht
Gut zu wissen: Schleppleinen sollten aus Sicherheitsgründen ausschließlich am Hundegeschirr (niemals an Halsbändern) befestigt werden.
Vorteile | Nachteile |
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Hundepfeife von Enero
- Frequenz standardisiert
- In Schwarz und Orange erhältlich
- Hörbar für Mensch und Hund
- Schadstofffrei
- Praktische Größe
Viele Ultraschallpfeifen haben den Nachteil, dass Menschen den Pfiff in der Regel nicht hören und du dir deshalb nie sicher sein kannst, ob die Pfeife einwandfrei funktioniert.
Vorteile | Nachteile |
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Klicker-Set von Oyefly
- Praktische Befestigung
- Klein und kompakt
- Ergonomisch geformt
- Verschiedene Farben
- 2 Stück
Tipp: Beim Klickertraining ist das perfekte Timing elementar. Informier dich vor dem Klickern, wie Kommandos beziehungsweise das gewünschte Verhalten richtig vermittelt werden.
Vorteile | Nachteile |
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GPS-Tracker von Tractive zur Hundeortung
- Ohne Strafreize
- Empfohlen von Martin Rütter (Hundetrainer)
- Live-Tracking
- Mit Positionsverlauf
- Fitnesslevel-Anzeige für Hunde
Vorteile | Nachteile |
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Ratgeber: Die Besonderheiten beim Teletakt für Hunde
Beim sogenannten Teletakt für Hunde (Teletaktgerät / Elektroreizgerät) handelt es sich um ein elektrisch betriebenes Hundehalsband, das durch einen Auslöser auf einer Fernbedienung einen Stromimpuls an die Tiere abgibt. Während die Fernbedienung in den Händen des Menschen den Sender darstellt, ist am Halsband für den Hund der Empfänger befestigt. In den Empfängerhalsbändern befindet sich ein Impulsgenerator. Mit der Fernbedienung wird der Generator auf Knopfdruck aktiviert und der elektrische Reiz ausgelöst.
- Die ersten Teletakt-Hundehalsbänder wiesen mehrere tausend Volt auf. Niedrigstrom-Impulsgeräte weisen zwischen 50 und 100 Milliampere (mA) auf.
- Zum Verständnis: Volt ist die Einheit für Spannung (Einheit des elektrischen Potenzials). Ampere wiederum für den Strom (Einheit des elektrischen Stroms).
- Typisch für die Ferntrainer sind verschiedene Stromstärken, um die Intensität des Stromsignals anzupassen, sowie eine regulierbare Impulszahl und Impulsdauer.
- Wie stark die empfundene Energie ist, die auf Hunde durch das Elektrohalsband einwirkt, hängt neben der Stromstärke von der Dauer der Impulse (Impulsbreite) und der Frequenz (Impulshäufigkeit) ab.
- Meist erlaubt ein Teletakt für Hunde die Funktionen der Einzelreiz-Abgabe und kurzer Impulsserien. 18 Impulsstufen sind keine Seltenheit.
- Viele Teletakt-Halsbänder können ergänzend vibrieren oder Töne abgeben.
- Die Reichweite beginnt mit etwa 200 Metern. Manche Modelle sollen sogar vier Kilometer weit reichen und erlauben mit einer Fernbedienung die Impulskontrolle von mehreren Hunden.
- Fachhändler verkaufen ausschließlich wasserdichte Ausführungen.
Rechtslage in Deutschland – das Teletakt für Hunde ist verboten
Obwohl du dich allein mit dem Kauf und Besitz von Teletakt-Hundehalsbändern nicht strafbar machst, möchten wir deutlich darauf hinweisen, dass die Verwendung dieser Produkte in Deutschland verboten ist. Der Verkauf der Stromhalsbänder ist bislang legal und viele Menschen lassen sich vom Onlineangebot fehlleiten. Um Klarheit zu schaffen, fassen wir die Rechtslage zusammen:
- Gesetz: Gemäß Tierschutzgesetz (TierSchG) § 3 Nr. 11 ist es verboten, „ein Gerät zu verwenden, das durch direkte Stromeinwirkung das artgemäße Verhalten eines Tieres, insbesondere seine Bewegung, erheblich einschränkt oder es zur Bewegung zwingt und dem Tier dadurch nicht unerhebliche Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügt, soweit dies nicht nach bundes- oder landesrechtlichen Vorschriften zulässig ist“.
- Urteil: Das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) hat in einem Urteil (AZ 3 C 14.05) vom Februar 2006 bestätigt, dass die Anwendung von Elektroreizgeräten, die Hunden erhebliche Schmerzen oder Leiden zufügen können, beim Erziehen oder Ausbilden von Hunden laut Tierschutzrecht verboten ist. Die Bestätigung des Anwendungsverbots ging auch von Vorinstanzen aus: Der Bundesgerichtshof (BGH) erklärte 2003 zum Beispiel auch die Sachkunde der Benutzer beziehungsweise Hundehalter von Teletaktgeräten als nicht relevant.
- Fakt: Ob einem Tier durch die falsche Anwendung oder erhöhte Stromstärke bereits Schäden, Schmerzen oder Leiden zugefügt wurden, spiele laut Gericht keine Rolle für das Verbot – entscheidend ist, dass es die Geräte bezüglich ihrer Funktion und Bauweise grundsätzlich ermöglichen, nicht unerhebliche Schmerzen bei den Tieren zu verursachen. Das Zufügen von Schmerzen ist aufgrund des Feuchtigkeitsgehalts auf der Haut, des Hautwiderstands, des Anpressdrucks von Elektroden und des Gesundheits- und Erregungszustandes der Tiere möglich und die Nutzung von Teletaktgeräten deshalb nicht erlaubt. Ein Elektroreizhalsband darf Hunden somit nicht angelegt werden.
- Keine Ausnahmen: Das Verbot gilt unter anderem auch bei der Ausbildung von Schutzhunden oder Rettungshunden sowie für alle Hundeverbände. Weder in ungeschriebener Form noch im Tierschutzrecht gibt es Ausnahmen von diesem Verbot. Ausnahmeregelungen werden von Tierschutzorganisationen abgelehnt.
- Hunderecht: Auf der Internetseite einer Anwaltskanzlei für Hunderecht (siehe unten „weiterführende Links“) heißt es in einem Fazit zu Elektroreizgeräten und ihrer rechtlichen Bewertung: „Die Verwendung solcher Geräte kann gemäß § 17 S. 1 Nr. 2 TierSchG sogar strafbar sein.“
Hohes Bußgeld bei Verstößen
Wer ein Teletakt-Hundehalsband einsetzt, verstößt gegen das deutsche Tierschutzgesetz und begeht damit eine Ordnungswidrigkeit. Diese kann von Ordnungshütern mit bis zu 25.000 Euro geahndet werden.
Die gesundheitlichen Risiken – von Stress bis Herzerkrankung
Das Verbot laut Tierschutzgesetz kommt nicht von ungefähr. Um zu verdeutlichen, warum keine Teletakt-Halsbänder zur Hundeerziehung eingesetzt werden sollten, haben wir einige relevante Fakten arrangiert:
- Gesundheitsrisiko: Die von Teletakt-Halsbändern verursachten Stromstöße können bleibende Schäden auslösen. Sie wirken sowohl auf das Gehirn und die Muskulatur als auch auf das Herz-Kreislauf-System. Auch ein Teletakt für Hunde, dessen Stromstöße als harmlos abgetan werden, können die Gesundheit der Tiere massiv gefährden.
- Folgen: Gewebeveränderungen, Verbrennungen und Hautnekrosen (Hautgewebe stirbt ab) sind einige von zahlreichen potenziellen Folgen für die Gesundheit der Vierbeiner. Nicht zu vergessen, der chronische Stresszustand, der sich einstellt, weil Hunde ständig eine Strafe in Form körperlicher Maßregelung erwarten. Dieser Stress fördert wiederum körperliche und seelische Erkrankungen. Herzerkrankungen, Magen-Darm-Beschwerden, Schlafstörungen, Angstzustände und Neurosen sind möglich.
- Anwendungsfehler: Werden Teletakt-Hundehalsbänder ohne Fachwissen im Bereich der Verhaltensbiologie sowie technische Kenntnisse eingesetzt, können die Folgen für Hunde besonders fatal sein. Hinzu kommt, dass die Bedienung der Teletaktgeräte schwierig ist und Fehler durch Laien nie auszuschließen sind.
- Funktionsfehler: Verzögerte Auslöser, Fehlauslöser und offener Zugang zu gefährlichen Netzadaptern und weitere Risiken können bei minderwertigen Produkten vorkommen.
- Missbrauchspotenzial: Das Potenzial für eine missbräuchliche Nutzung der Geräte ist hoch.
Viele Hundehalter unterschätzen die Intensität der elektrischen Impulse und setzen sich nicht mit den körperlichen wie seelischen Folgen für Hunde auseinander.
Gutachten und Erfahrungen – Kritik durch Experten
Bei der Recherche für diesen Ratgeber sind wir auf der Internetpräsenz einer Hundetrainerin zum Thema Elektroreizgeräte auf einen Auszug aus dem Buch „“Grundlagen einer tierschutzgerechten Ausbildung von Hunden – Gutachten zur Verwendung von Elektroreizgeräten bei der Ausbildung von Hunden aus ethischer und ethologischer Sicht““ (erhältlich beim Verband für das Deutsche Hundewesen – VDH) gestoßen. Dabei geht es um ein ethisches Gutachten zu Teletaktgeräten von Professor Dr. Gotthard M. Teutsch und ein ethologisches Gutachten von Dr. med. vet. Dorit Urd Feddersen-Petersen (deutsche Verhaltenswissenschaftlerin Schwerpunkt Tierverhalten bei Caniden):
- 1998 wurden zwölf Hunde unterschiedlicher Rassen (z. B. Rauhaardackel, Rottweiler und Labrador Retriever) im ungefähr gleichen Alter mit Teletaktgeräten konditioniert.
- Ziel war es, das ausgeprägte Jagd- und Beutefangverhalten der Tiere aus Schutzhunde- und Jagdhunderassen zu beseitigen.
- Die Tiere wurden mindestens zehn Tage stundenweise mit einem Attrappe-Halsband vertraut gemacht.
- Die Tester stellten fest, dass sich das Verhalten nach dem Einsatz der Elektroreizgeräte deutlich von dem zum Zeitpunkt vor der Elektroreizerfahrung unterschied.
- Demnach sei das Sozialverhalten eine halbe Stunde nach dem Reiz gegenüber dem Hundehalter „stark beeinträchtigt“ gewesen.
- Elf der Hunde zeigten sich hektisch, ängstlich und ausweichend gegenüber dem Halter.
- Beim Rottweiler veränderte sich das Verhalten hin zu gereizt und bedrohend gegenüber der Testperson.
- Andere Hunde zeigten Apathie, panisches Umherlaufen und/oder Fluchtverhalten.
- Der Großteil der Tiere wich Reizen aus, die zuvor keinerlei Angst auslösten.
Diese Angaben sind lediglich ein Auszug aus dem Buch.
Forschungsarbeit der Tierhochschule Hannover
Interessant ist in diesem Zusammenhang auch die Forschungsarbeit aus dem Jahr 2002 zu den „Stresserscheinungen beim praxisähnlichen Einsatz von elektrischen Erziehungshalsbändern beim Hund“ aus dem Institut für Tierschutz und Verhalten der Tierärztlichen Hochschule Hannover. Dabei steht eine Studie mit drei praxisähnlichen Einsatzmöglichkeiten der Teletaktgeräte an Hunden im Fokus:
- Klassische Konditionierung zum Erlangen einer Beuteaversion („Aversion“)
- Instrumentelle Konditionierung bei Missachtung eines Signalwortes („Hier“)
- Einsatz ohne Assoziation des Reizes mit Auslöser („Willkür“)
Vier Wochen nach den Einsätzen der Teletaktgeräte wurden die Hunde ohne Elektroimpulse mit der Versuchsumgebung konfrontiert und die Speichelkortisolwerte gemessen. Im Fazit heißt es grob zusammengefasst:
- Können die Hunde keine oder eine nur unzureichende Verknüpfung zwischen Reiz und Verhalten herstellen, steigt ihr Kortisolwert signifikant.
- Diese Körperreaktion deutet auf einen Anstieg des Stresslevels hin und stieg bei der Versuchsgruppe „Willkür“ am meisten.
- Ein Anstieg der Speichelkortisolwerte wurde in allen Gruppen gemessen.
- Der Kortisolwerte-Anstieg der Gruppen „Hier“ und „Willkür“ war mit bis zu 207,89 % beziehungsweise bis zu 586,11 % extrem.
- In der Aversionsgruppe gab es keine signifikante Veränderung.
Anwendungsbeispiele – und bessere Alternativen
Das Teletakt für Hunde wird vielerorts in der Hundeausbildung, im Hundesport und im Bereich der Jagd zu unterschiedlichen Zwecken eingesetzt. Während die einen den Jagdtrieb von Hunden durch die elektrischen Impulse unterbinden möchten, nutzen ihn andere im allgemeinen Rückruftraining, beim Anti-Aggressionstraining oder zur Erzielung von Abbrüchen unterwünschten Verhaltens diverser Art. Das Teletakt für Jagdhunde beziehungsweise Hunderassen mit ausgeprägtem Jagdtrieb ist besonders gefragt.
Dass es auch ohne Strafreize geht, stellen Antijagd-Trainingsexperten unter Beweis. Mit positiver Verstärkung und Hilfsmitteln wie Schleppleinen und Klicker (Klickertraining) lässt sich mit etwas Geduld viel erreichen. In den folgenden Videos werden mehrere Erziehungsmethoden für Hunde aufgezeigt, die ohne Stromstöße oder sonstige fragwürdige Methoden auskommen:
Negative vs. positive Verstärkung – klarer Gewinner für die Bindung
Um die potenziellen Nachteile eines Teletakt-Hundehalsbandes ganzheitlich darzustellen, möchten wir neben den körperlichen Risiken für deinen Hund auch auf die möglichen Folgen für die Psyche sowie die Mensch-Hund-Bindung eingehen:
- Das Teletakt für Hunde zählt zu den aversiven Trainingsgeräten. Aversiv lässt sich als Synonym für Widerwillen hervorrufend verwenden – Aversion wiederum für Abneigung.
- Bei der aversiven Konditionierung wird ein Reiz des Hundes (z. B. Jagen) durch einen unangenehmen Reiz von außen (z. B. der Stromschlag durch ein Teletaktgerät) negativ besetzt.
- Hierfür wird der durch den Menschen ausgeführte Reiz zeitlich mit dem unerwünschten Verhalten des Vierbeiners gekoppelt.
- Da mit einer Bestrafung (Strafreiz) und körperlicher Konsequenz gearbeitet wird, können Verhaltensstörungen folgen. Hunde werden dabei verunsichert.
- Da der negative Impuls bei der falschen Anwendung eines Erziehungshalsbandes wie dem Teletakt für die Tiere völlig unerwartet kommt, entsteht ein Misstrauen gegenüber ihrer Umgebung. Für den Hund fehlt der Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung beziehungsweise zwischen seinem Fehlverhalten und der Bestrafung.
- Nervöse, scheue und ängstliche, aber auch optimal sozialisierte und stabile Hunde können das Vertrauen in „ihre Welt“ verlieren und neben einem Meideverhalten Angst entwickeln.
Die bessere Wahl – die positive Verstärkung
Hunde lernen Kommandos durch Konditionierung und Verknüpfungen. Besonders effektiv und nachhaltig lassen sie sich mit positiver Verstärkung erziehen. Bei der wird nicht mit Strafen für falsches Verhalten, sondern mit Belohnungen für erwünschtes Verhalten gearbeitet. Während des Trainings haben Hunde Spaß und die Bindung zwischen Mensch und Tier wird gestärkt.
Details über Erziehungshalsbänder für Hunde
Vor- und Nachteile
Vorteile | Nachteile |
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Bekannte Hersteller und Verkauf
Teletaktgeräte für Hunde werden von Unternehmen wie Dogtra Europe, Garmin und Num’Axes hergestellt. Weitere Marken sind Petsafe, Dogtrace und Voss.pet. Verkauft werden die Ferntrainer für Hunde in eigenen Onlineshops der Hersteller und/oder über Versandhändler.
FAQ – häufige Fragen zum Teletakt für Hunde
Frage | Antwort |
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Wie ist die rechtliche Lage in Österreich und der Schweiz? | Das Verbot von Teletaktgeräten für Hunde ist seit 2005 auch in Österreich durch das Bundestierschutzgesetz gültig. Dort dürfen die Elektroimpulsgeräte weder verkauft noch gekauft und verwendet werden. Auch der Besitz ist verboten.
Der Schweizer Gesetzgeber ist noch strenger und hat das Verbot auf Geräte ausgeweitet, die akustische Signale aussenden und chemische Stoffe einsetzen. Die eidgenössische Tierschutzverordnung der Schweiz erlaubt den Einsatz (auf Antrag) für therapeutische Zwecke nur, wenn die befähigte Person behördlich geprüft wurde. |
Warum werden Teletaktgeräte für Hunde noch verkauft? | Viele Hundebesitzer fragen sich, warum sich Teletaktgeräte für Hunde in Deutschland überhaupt noch kaufen lassen, wenn der Gesetzgeber die Verwendung doch längst verboten hat. Dieser Umstand ist auf gesetzliche Faktoren zurückzuführen. Der Verkauf, Kauf und Besitz ist bislang legal. Eine Änderung der gesetzlichen Formulierungen, um diese Widersprüchlichkeit zu beenden, wird von Tierschutzverbänden angestrebt.
Gemäß Waffengesetz sind Elektroimpulsgeräte verboten, wenn diese außerhalb der „sachgerechten Hundeausbildung“ zum Einsatz kommen. In einer Änderung des Waffengesetzes durch den Bundesrat Ende 2007 wurde das Hinzufügen der Wörter „bei der sachgerechten Hundeausbildung“ folgendermaßen begründet: „In der Hundeausbildung durften bisher Elektroreizgeräte (Teletakt) eingesetzt werden. Die Geräte haben sich bewährt. Ein Verbot wäre unverhältnismäßig. Die Einfügung stellt klar, dass der Einsatz dieser Geräte weiterhin erlaubt ist.“ Da der BGH die Sachkunde der Benutzer von Teletaktgeräten bereits 2003 als nicht relevant einstufte und damit deutlich machte, dass die Verwendung unabhängig vom Nutzer nicht erlaubt ist, liegt ein klarer Widerspruch vor. In der Hundeausbildung sind die Geräte deshalb weiterhin im Einsatz. Laut Waffengesetz (WaffG) sind Elektroimpulsgeräte im Allgemeinen tragbare Waffen. |
Was ist ein unsichtbarer Hundezaun? | Im Zusammenhang mit dem Teletakt für Hunde wirst du womöglich auf den Begriff des elektrischen Weidezauns beziehungsweise unsichtbaren Hundezauns stoßen. Auch hier kommen elektrische Reizimpulse zum Einsatz, um ein unerwünschtes Verhalten zu unterbinden. Jedoch wird der Reiz nicht per Fernbedienung ausgelöst, sondern automatisch, sobald der Hund über einen unterirdisch verlegten Draht geht. Durch das Rückhaltesystem soll das Tier innerhalb einer festgelegten Fläche bleiben. Auch diese Lösung ist nicht nur unter Tierschützern umstritten, sondern in Deutschland verboten.
Details zum unsichtbaren Zaun |
Weiterführende Links
- Rechtliche Bewertung von Elektroreizgeräten und Sprühhalsbändern mit Blick auf das Tierschutzgesetz: https://kanzlei-sbeaucamp.de/elektrore…
- Urteil vom 23.02.2006 des Bundesverwaltungsgerichts: https://www.bverwg.de/230206U3C14.05.0
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